AMD Hawaii: VGA-Anschluss samt analogem Bildsignal fällt weg
Der Chip-Hersteller AMD wird bei seiner neu vorgestellten Grafikkartengeneration Volcanic Islands bei seinen Pixelbeschleunigern ab der Radeon R9 280X keine analogen Bildübertragungen an Monitore beziehungsweise Projektoren mehr unterstützen. Zwar wurden VGA-Anschlüsse schon länger nicht mehr benutzt, jedoch fällt nun auch der DVI-Ports komplett digital aus. Die vier zusätzlichen Pins für eine analoge Übertragung per Adapter sind somit nicht mehr an Bord.
Das Thema haben wir zwar bereits bei der offiziellen Vorstellung von AMDs Radeon R9 290X angesprochen, jedoch scheint es im ganzen Trubel um die Hardware untergegangen zu sein. Aus diesem Grund widmen wir ihm uns nun in einem separaten Artikel, damit eine negative Überraschung ausgeschlossen wird. Bereits vor drei Jahren hat AMD zusammen mit den Unternehmen Dell, Intel, Lenovo, LG und Samsung angekündigt, dass man den VGA-Standard als veraltet ansehe und diesen bis zum Jahre 2015 aussterben lasse.
Dem scheinen nun Taten zu folgen, denn zumindest bei den High-End-Modellen R9 290X und R9 280X verzichtet der Hersteller auf DVI-I-Buchsen, nachdem die VGA-Pendants nach der Einführung 1987 bereits seit längerer Zeit nicht mehr mit von der Partie sind. Analoge Röhrenmonitore sowie Beamer haben also keine Chance mehr, auf einer solchen Grafikkarte betrieben zu werden. Stattdessen setzt man verstärkt auf HDMI sowie den Displayport, wobei noch zwei DVI-D-Anschlüsse auf der Slotblende sitzen.
Bei den kleineren Pixelschubsern unterhalb der R9 280X besitzt immerhin noch einer der beiden DVI-Ports die vier zusätzlichen Pins für eine analoge Übertragung. Dafür muss dann wie bisher ein VGA-zu-DVI-Adapter angeschlossen werden, damit das digitale Signal wegfällt. Dies ist bei den Low-End- und Mid-Range-Geräten insofern wichtig, da viele Unternehmen beispielsweise noch auf analoge Konfigurationen setzen.





